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GP Schaffhausen: Hitchkock-Finale bei 3-Stunden-SKL-Teamtrophy – Knapper Sieg für Swiss Karting Academy

SKL Teamtrophy GP Schaffhausen

Bei der SKL-Teamtrophy kam es zu einem spannenden 3 stündigen Fight zwischen dem deutschen Team Fast & Furious und der Swiss Karting Academy. Zu Beginn waren es aber die Rotzlöffel aus Waldshut, welche das erste Ausrufezeichen setzten. Lena Merk stürmte von Platz 3 startend unwiderstehlich an die Spitze und deklassierte die Konkurrenz. Nur Fast & Furious konnte einigermassen Paroli bieten, während Christian Müller (Swiss Karting Academy) trotz hartem Kampf und fehlerloser Fahrt, gar eine Überrundung hinnehmen musste.

Der Grund für diese deutlichen Leistungsunterschiede ist im besonderen Reglement der SKL-Teamtrophy auszumachen. Die Teams starten zwar wie üblich mit dem entsprechenden Gewichtsausgleich, allerdings nicht auf den Fahrer. sondern auf das ganze Team bezogen. Insgesammt mussten in den 6 Ablösungen 450 Kg Fahrer- und Zuladegewicht erreicht werden. Wer jedoch das zusätzliche Gewicht in seiner Ablösung mitnimmt, ist dem Team überlassen. Dies führt dazu, dass auf der Strecke grössere Gewichtsunterschiede vorhanden sein können, was wiederum die Spannung erhöht. So fuhr die talentierte 15-jährige Waldshuterin Lena Merk ohne Zusatzgewicht, fast 20 Kilogramm unter dem Gewichtsdurchschnitt. Dank ihrer präzisen Fahrweise, dem bekannt grossartigen Fahrgefühl und eben auch wegen dem niedrigeren Gesamtgewicht flog die hübsche Südschwarzwälderin förmlich um die Strecke. Im Gegensatz dazu, startete z.Beispiel Swiss Karting Academy Pilot Christian Müller mit 20 Kilogramm Zusatzgewicht, was ihn schliesslich auf rund 98 Kilogramm und damit 23 Kilogramm Übergewicht brachte. Dass er dann trotzdem regelmässig Rundenzeiten unter 26 Sekunden erreichte, zeigt in welch guter Verfassung sich der Embracher Kartsportler befand.

Nach dem obligaten Kart- und Fahrerwechsel nach 30 Minuten, wendete sich das Blatt. Bei der Swiss Karting Academy übernahm Leichtgewicht Pirmin Zimmerli das Steuer und lancierte seine erste Aufholjagd. Währenddessen übernahm beim führenden Team der 88 Kg schwere Antonio Marucci. Damit die weiteren Fahrer im Team später mit weniger Gewicht fahren können, nahm er gleich noch 15 Kg Zusatzgewicht mit, was ihn auf über 100 Kg Gesamtgewicht brachte. Pirmin Zimmerli, mit einem Gesamtgewicht von 58 Kg. knallte eine Topzeit nach der anderen in die Bahn, holte schon bald die verlorene Runde auf das ehemals führende Rotzlöffel-Team auf und zog am bravurös kämpfenden Marucci vorbei. Zuvor übernahm bereits Luis Marx vom Team Fast und Furious die Spitze. Musste aber den 12-jährigen Schweizer Nachwuchsfahrer kurz vor Ende des Zweiten Abschnitts ebenfalls vorbeiziehen lassen.

Beim Zweiten Kart- und Fahrerwechsel übernahm beim inzwischen führenden Team wieder Christian Müller, dieses mal mit 15 Kilogramm Zusatzgewicht, während die Verfolger vom Team Fast & Furious mit Malakai Lais ihren jüngsten Fahrer mit ebenfalls zusätzlichen 15 Kg (68 Kg Gesamtgewicht) einsetzten. Bei den Rotzlöffeln, die inzwischen 2 Runden Rückstand aufwiesen, übernahm Sebastian Häfeli, der sogleich zu einer beeindruckenden Aufholjagd mit (zu dem Zeitpunkt) schnellster Rennrunde ansetzte und sein Team schnell wieder auf Rang 3 hervor brachte. An der Spitze wehrte sich Christian Müller gegen die Einholung des süddeutschen Karttalents Malakai Lais, der mit einer beeindruckenden Konstanz unterwegs war, musste den Fahrer aus Weil am Rhein jedoch aufschliessen lassen. Malakai Lais zog dann auch bald vorbei und konnte Zehntel und um Zehntel herausfahren. Bis zum 3.Kart- und Fahrerwechsel lagen rund 7 Sekunden zwischen den beiden führenden Teams. Beim Wechsel kam es aber zu einem Problem mit dem Buzzer, der die Zeit für die Weiterfahrt für Teamkollege Pirmin Zimmerli auslösen sollte. Dadurch verlor das Team Swiss Karting Academy unverschuldet sehr viel Zeit. Das war die Chance für das führende Team von Fast & Furious. Nico Dercho übernahm und lag nach dem Wechsel etwas mehr als 20 Sekunden vor Verfolger Pirmin Zimmerli (Swiss Karting Academy), der zu einer imposanten Aufholjagd, welche ihm gar die insgesamt schnellste Rennrunde einbrachte, startete. Zu dem Zeitpunkt lagen die anderen Teams schon zuweit zurück und konnten um die Entscheidung um den Tagessieg nicht mehr eingreifen. Es blieb jedoch spannend um den 3.Podestplatz, welche das Team Rotzlöffel Waldshut und Swiss Racing mit Michael Brändle, Fabrizio Märki und Fabio Marucci unter sich auszumachen schienen.

Nach rund 108 der 180 Minuten schloss die Swiss Karting Academy mit Pirmin Zimmerli am Steuer tatsächlich wieder zur Spitze auf und übernahm kurz darauf wieder die Führung im Rennen um den Tagessieg. Voller Spannung wurde der 4 Kart- und Fahrerwechsel erwartet. Während bei der Swiss Karting League wieder Christian Müller (dieses mal mit 88 Kg Gesamtgewicht) auf die Piste ging, wechselte Fast & Furious auf Luis Marx. Wiederum zeigten uns die beiden Konkurrenten einen knallharten Fight um die Spitze. Müller konnte bis etwa 45 Minuten vor Rennschluss die Führung verteidigen. Als der, wie seine Teamkollegen, äusserst stark fahrende Luis Marx an ihm vorbeizog, galt es für Müller, sein Team in Schlagdistanz zurück zum letzten Wechsel zu bringen. Dies gelang ihm, im Verhältnis zu seinem Gesamtgewicht, mit regelmässig starken Rundenzeiten um 25.7 bis 25.8 Sekunden. Marx übergab mit rund 5 Sekunden Vorsprung an Malakai Lais, während bei den Verfolgern von der Swiss Karting Academy wieder Pirmin Zimmerli ins Steuer griff. Mit sehr schnellen ersten Runden schaffte er es den Rückstand schnell zu halbieren. Der um ein Jahr jüngere Konkurrent vor ihm, wehrte sich jedoch, steigerte seine Rundenzeiten nochmals deutlich und war zwischenzeitlich gar nochmals kurze Zeit schneller unterwegs als Zimmerli. Doch der steigerte nochmals seine Pace und schloss schon bald zum Führungsteam auf. Rund 15 Minuten vor Schluss brachte Zimmerli sein Team an die Spitze. Malakai Lais wollte sich jedoch nicht geschlagen geben und versuchte mit aller Macht an seinem Gegner dran zu bleiben. Kurzzeitig gelang dies auch, bevor sich Zimmerli dann endgültig absetzte und somit zusammen mit Christian Müller den Sieg für das Team Swiss Karting Academy einfahren konnte. Fast & Furious wurden nach hartem Kampf zwar knapp geschlagen, hätten den Sieg aber ebenso verdient. Dritte wurde das Rotzlöffel-Team aus Waldshut, bei dem Sebastian Häfeli mit pfeilschnellen Rundenzeiten und einer tollen Aufholjagd doch noch den Podestplatz sicherstellte. Rotzlöffel-Waldshut startete mit Lena Merk, Antonio Marucci, Sebastian Häfeli und Urs Häfeli. Knapp neben dem Podest landeten Michael Brändle, Fabrizio Märki und Fabio Marucci (Team Swiss Racing). Die Meisterschaftsführenden Need for Speed belegten mit Adrian Fricker, Nicolas Vernez und Mirco Cecchet den 5.Schlussrang.

 

SKL-Teamtrophy 180 Minuten
(Gesamtgewicht für 6 Teileinsätze: 450 Kg)  
RangNameNationRundenZeitBest LapPunkte
1Swiss Karting Academy 1SUI4103:00:22.18425.08050
2Fast & FuriousGER410+9.11525.42143
3Rotzlöffel-WaldshutGER407+3 Runden25.09835
4Swiss RacingSUI406+4 Runden25.41231
5Need for SpeedSUI401+9 Runden25.30129

 

 

SKL-Teamtrophy Gesamtwertung 
RangNameNationGesamt
1Need for SpeedSUI/GER120
2Rotzlöffel-WaldshutGER/SUI116
3Swiss Karting Academy 1GER112
4Swiss RacingSUI87
5KolbenfresserSUI72
6Fast & FuriousGER43
7Swiss Karting Academy 2SUI35
8KartellSUI29
9Griese PowerGER27
10Team BrislachSUI25
11Baum Racing TeamSUI24
12Im Rest.g.FreibierSUI23
13Heavey WightSUI22
14Team RamonSUI21
15Team RogerSUI20
16Team SabrinaSUI19

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